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Lockheed C-5A Galaxy

 

 


 

Text und Fotos: Beat Eichenberger, Peter Kohler
Modell-Erbauer: Peter Kohler
Modell-Besitzer: Peter Kohler

 

 

„Fat Albert“

 

So lautet der Spitzname der C-5A Galaxy, welche am 30.Juni 1968 ihren Erstflug macht. Fast 15 Jahre lang war sie das grösste Flugzeug der Welt mit einer Spannweite von 67.88 m. Vier Triebwerke mit insgesamt 74 Tonnen Schub befördern das maximale Abfluggewicht von 350 t über 28 Räder in die Luft. Im Mai 1973 waren 81 Maschinen dieses Typs in Dienst gestellt worden, was eine Ausrüstung von vier Staffeln beim Military Airlift Command (MAC) erlaubte. Bis heute wird die C-5A erfolgreich für Logistikflüge bei militärischen Aktionen eingesetzt.

Modell

Nachdem Peter Kohler mit seinem B-52 grosse Beachtung und Bewunderung einheimste, wollte er sich einer neuen Herausforderung stellen. Es sollte wieder ein vorbildähnliches Modell mit 4 Elektro-Impeller werden, wenn möglich erneut mit Speed 400 Motoren, um Aufwand und Kosten gering zu halten. Auch sollte das Modell ohne Hilfsmittel, also nur durch den Schub der Impeller vom Boden abheben. Die Triebwerksgondeln sollten einfach, ohne Aufwand an ein anderes Modell angebaut werden können. Diese Vorgaben stellten das Minimalziel der technischen Voraussetzungen dar. Schnell war klar, dass die Galaxy diese erfüllen könnte. Nach ersten überschlägigen Berechnungen stellte sich bald der Nachbaumasstab von 1:38 als ideal heraus. Die Spannweite beträgt demnach 1800 mm und die Länge stattliche 2000 mm. Angepeilt war ein Gewicht von deutlich unter 4 kg.

Immer die Modellgrösse vor Augen, mussten noch einige Gedanken in das Gesamtkonzept, im Speziellen aber die Auswahl der Bauweise, investiert werden. Der voluminöse Rumpf würde in konventioneller Holzbauweise zu schwer. Also war klar, dass der Baustoff nur Styropor heissen konnte. Damit war der Entscheid gefallen.

In Bezug auf die Oberflächengüte und der Druckfestigkeit musste gegenüber einer Holzkonstruktion ein Kompromiss eingegangen werden, was aber in Anbetracht der Realisierbarkeit verkraftbar war. Geringfügige modellspezifische Anpassungen (10% - ige Vergrösserung des HLW,  4% grössere Spannweite) um die Flugeigenschaften zu verbessern, wurden eingeplant.

Der Rumpf ist eine selbstragende Konstruktion in Halbschalenbauweise. Nur im Bereich der Tragflügelbefestigung und des Bugrades sind Holzverstärkungen eingebaut. Das Bugtor und die Heckklappe sollten funktionsfähig ausgeführt werden, was sich später als echter Hingucker entpuppen sollte. Unzählige Schablonen mussten angefertigt werden, bevor Peter mit dem heissen Schneidedraht sein Kunstwerk aus weissem Schaum hervorzaubern konnte. Die Tragfläche mit dem Profil E 207 wurde einteilig ausgeführt. Auf der Oberseite wurde ein stehender Kiefernholm, auf der Unterseite ein Balsaholm zur Verstärkung eingebaut. Das Höhenleitwerk wurde in gleicher Weise wie der Flügel aufgebaut. Nachdem das Modell im Rohbau fertig war, wurde dieses mit Leichtspachtel, welchem zusätzlich noch 1/3 Microballons und etwas Wasser zugemischt wurde, eingestrichen. Nach dem Trockenen wurde alles sorgfältig verschliffen und anschliessend mit 24g/m2 Papier und verdünntem Weissleim eingepackt. Das Ganze wurde nochmals mit verdünntem Weissleim eingestrichen und anschliessend noch einmal verschliffen. Für die abschliessende Farbgebung wurde Humbrol verwendet.

Die Aufkleber wurden auf dem PC hergestellt, ausgeschnitten und mit Sprühkleber aufgeklebt. Als Antrieb wurden die etwas stärkeren Speed 480 gewählt, welche in einem selbstgebauten Impellermantel mit einem Innendurchmesser von 70 mm, Rojet Rotoren in Rotation versetzen.

Das Modell zeigt hervorragende Flugeigenschaften, startet entsprechend seinem Pflichtenheft problemlos ohne Hilfe von einer befestigten Piste und begeistert die Zuschauer durch sein tolles und eindrückliches Flugbild.

Technische Daten:

Spannweite: 1860 mm
Länge:  1980 mm
Gewicht:   3200 g
Flächeninhalt:   42 dm2
Flugakku:   16 Zellen Sanyo 1700 mAh (2 Akkupacks)
Schub:  ca. 1200 g (gesamt)
Flugzeit: ca. 6 Min.

 

Dieses Modell wurde in der Zeitschrift elektroModell 4/99 durch Peter Kohler ausführlich vorgestellt.

 

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